STRESS

Psychischer Stress ist auf ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen der Umwelt, den persönlichen Vorraussetzungen, Möglichkeiten, Fähigkeiten und Ressourcen der betroffenen Person zurückzuführen.

Es ist ein biochemischer Vorgang, hervorgerufen durch die Angst etwas nicht schaffen zu können bzw. nicht genügend Ressourcen zu haben, um eine Situation meistern zu können.

Stress wirkt nicht von außen auf eine Individuum ein, sondern entsteht immer nur in der gestressten Person selbst. (vgl. Becker, Klaus Jürgen, Erfolg ohne Stress, S.23, München: Verlag Peter Erd., 1990).

Die körperliche Stressreaktion, die automatisch ausgelöst wird, wenn wir in eine für uns brenzlige Situation kommen, kann unser Leben retten, z.B. im Falle eines Unfalls.
Unser Körper ist bestens ausgestattet, um mit stressigen Situationen gut zurechtzukommen. Allerdings ist er nicht dafür gebaut, wie der Hamster im Rad über einen langen Zeitraum in dieser Situation zu verbleiben.

Unser System benötigt Pausen, Erholung, Bewegung und Entspannung, um die Stresshormone, die uns dabei helfen, herausfordernde Situationen gut zu meistern, auch wieder abzubauen.

Der Vergleich mit einem Auto, bei dem wir nur im Vollgas-Modus fahren, zeigt meiner Meinung nach sehr schön, was bei einer Dauerstressbelastung in unserem Körper und unserer Psyche passiert. Beim Auto ist es uns ganz klar, dass der Motor irgendwann überhitzen wird und seinen Geist aufgeben wird oder wir ohne Benzin am Strassenrand liegen bleiben werden - von uns verlangen wir aber viel zu oft ohne Rücksicht auf Verluste durchs Leben zu brausen.

Unser innerer Schutzmechanismus dient uns als Bremse. Er soll uns dabei unterstützen, rechtzeitig ein paar Gänge hinunterzuschalten bzw. ganz stehen zu bleiben, auszusteigen und die Aussicht zu geniessen. Bei zu langer und zu hoher Stressbelastung passiert folgendes: Wir stehen auf dem durchgetretenen Gaspedal und unser Körper tritt die Bremse voll durch.

Und dann passiert mit unserem Körper genau das gleiche, wie mit dem Auto: Verreiber - Motorschaden - nichts geht mehr.    

DAS BURNOUT SYNDROM

Das Burnout-Syndrom ist die Folge von chronischem Stress und Überlastung.

Es entwickelt sich über einen längeren Zeitraum und oft ist die Endstation dann der Zusammenbruch des gesamten Systems.

Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand

ausgeprägter körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung.

Betroffene fühlen sich "ausgebrannt" und sind nicht mehr in der Lage, ihr tägliches Leben zu organisieren und Leistung, welcher Art auch immer, zu erbringen.
Die Auswirkungen sind oft verheerend.

Betroffene sind nicht mehr in der Lage ihrer Arbeit nachzugehen, ziehen sich aus ihrem sozialen Netzwerk zurück, körperliche Beschwerden fesseln sie nicht selten für längere Zeiten an das Bett.

Die Negativspirale beginnt sich immer schneller und schneller zu drehen, bis es im schlimmsten Fall dazu kommen kann, dass man den Alltag alleine gar nicht mehr bewältigen kann.

Im Schlepptau des Burnout-Syndroms finden wir psychosomatische Erkrankungen, erhöhte Suchtgefährdung, Depressionen, Schlafstörungen, mangelndes Interesse und innere Leere. Nach einer Market Umfrage im Jahr 2018 fühlen sich 31 % der ÖstereicherInnen burnoutgefährdet. 

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